Seit einem Jahr veröffentliche ich Texte und Fotos in meinem Blog „Mein Thailand: Augenblicke im Land des Lächelns.“ Inzwischen sind mehr als zwanzig Beiträge entstanden. Mit einem „Best of“ meines Models „Su“ möchte ich mich bei allen bedanken, die mit mir Fotos gemacht und mit mir gesprochen, mir ihre Geschichten erzählt und mich inspiriert haben. Und natürlich bei allen, die sich die Zeit nehmen, ab und an einmal in den Blog hineinzuschauen.

Mehr als 65.000 Klicks und knapp 23.000 Besucher durfte ich seit dem Start meines Blogs Ende des Jahres 2018 zählen. Damit ist der Blog immer noch eine Nische am Rande der Datenautobahn, aber ich selbst hätte nie mit diesem Interesse und dem Feedback gerechnet. Nochmals vielen Dank dafür!

Das Blog-Titelfoto, mit dem alles begann.

„Rosshaare“ nenne ich durchaus liebevoll den Schopf auf dem Kopf von Su. Viele Asiatinnen nennen glattes, fast seiden wirkendes Haar ihr Eigen. Su dagegen hat starke Haarsträhnen, die sich bestens zu Dreadlocks formen ließen, wenn sie es denn wollen würde. Für das „Waterpic“ oben im vom Sonnenuntergang illuminierten Pool am Strand von Ban Amphur geradezu perfekt! Kann man mit seidenen Haaren kaum machen. Allerdings hatte ich nur eine begrenzte Anzahl von Shooting-Versuchen. Denn das permanente Vollsaugen des Haares und die schnelle Kopfbewegung sind ungeheuer schwer und anstrengend. Anyhow: Ich hatte mit der Aufnahme oben den perfekten Shoot im Kasten. Und Su? Hatte Kopfweh!

Über kein Foto von Su gehen die Meinungen soweit auseinander wie über dieses. Wobei, es gibt eigentlich nur zwei Meinungen: Meine und die der anderen. Die anderen sagen: Wie kann man eine schöne Frau nur so faltig, alt und unfreundlich fotografieren und das auch noch veröffentlichen? Ich sage: Mir ist noch nie ein besseres Charakterfoto gelungen: authentisch, ungeschönt, tiefenscharf und farbenschön. Ich liebe dieses Foto. Auch weil es das Bild der thailändische Frau als ewig lächelndes, devotes Anhängsel konterkariert und daher für mich die Stärke der Thai-Frauen symbolisiert, die ich in meinem bisher meistgeklickten Beitrag https://scontour.com/2019/07/27/hommage-an-thailands-frauen/ beschrieben habe.

Natürlich kann Su auch wunderschön lächeln, so wie auf dem ersten Blog-Titelbild, das von mir vor dem „Waterpic“ in den ersten Monaten des Blogs verwendet wurde und sie inmitten einer alten Khmer-Tempelanlage in der Provinz Buriram zeigt.

Vice versa in Buriram.

Neben diesem aktuellen Blog zierte Su übrigens bisher fünf Titelbilder meiner Blogbeiträge, hier in einer Galerie noch einmal zusammengefasst:

Von links oben bis rechts unten:

https://scontour.com/2019/12/26/bangkok-ein-reisepass-zu-weihnachten/

https://scontour.com/2018/12/30/hah-taew-tattoo/

https://scontour.com/2019/01/26/isaan-verschlafene-hochzeit/

https://scontour.com/2019/08/24/fernweh-glai-baan-fotoshow/

https://scontour.com/2019/06/20/navy-beach/

Su ist übrigens bisher mein einziges „Thai-Model“ in diesem Blog, mit dem ich auch Fotos in Europa gemacht habe. Hier eine kleine Auswahl von diversen Destinationen:

Die Europa-Fotoserie von Su mit Motiven aus Amsterdam und Berlin, von Nordsee und Mittelmeer, aus Paris und Korsika, aus Prag und dem Saarland lassen zu Recht vermuten, dass ich Su schon seit vielen Jahren – genauer gesagt seit fast anderthalb Jahrzehnten – mit der Kamera begleite. Anbei noch einige Fotos aus vergangenen Tagen, lange bevor dieser Blog online ging.

Su ist auch die einzige Thailänderin, von der ich einige sogenannte „explizite“ Fotos gemacht habe. Die sind aber nicht zum Veröffentlichen gedacht. Nur drei Ausnahmen mache ich hier mal angesichts des einjährigen Blog-Geburtstages.

Ganz sicher wird es auch in Zukunft das ein oder andere weitere Foto aus Thailand von ihr hier im Blog zu sehen geben. Aber natürlich weiterhin nicht nur von ihr. Und nicht nur von Frauen. Und nicht nur von Menschen. Thailand in all seiner Vielschichtigkeit aus meinem persönlichen Blickwinkel darzustellen und dabei einzuladen, in seinen Alltag – auch und gerade jenseits des touristischen Lebens – einzublicken, das ist mein Anliegen mit diesem Blog. Hier gibt es selten Sightseeing-Tips. Es geht nicht um historische oder ethnologische Forschung und Wissensvermittlung. Das hier ist auch kein Newsportal und keine politische oder journalistische Begleitung des Landes. Es ist weder schnöde Tourismuswerbung noch „Steintisch-Bashing“. Es ist einfach nur mein subjektiver Blick durch mein Kameramotiv und meine Worte auf dieses faszinierende Land, mit dem ich seit 2006 verbunden bin. Es darf schön zu lesen und zu betrachten sein, aber ich will nichts beschönigen. Allgemeine Larmoyanz über Thailand und die Thais liegen mir fern, aber überkritische Distanz oder offizielle Objektivität ist auch weiterhin nicht zu erwarten. Ich freue mich auf zukünftiges Interesse, auf Stammleserinnen und Stammleser und auf neue Interessierte.

Vielen Dank bis hierhin.

Stephan Schweitzer

Saarlouis, im Januar 2020

Und hier gibt es zusätzlich noch eine neue Foto-Slideshow auf meinem Youtube-Kanal zum Bloggeburtstag: