Der Countdown läuft. Ich zähle die Stunden bis zur Abreise. Ein neuer Thailand-Trip beginnt. Ich bin bereit für „neue Augenblicke im Land des Lächelns“. Und neugierig darauf. Das Reisefieber hat mich wieder gepackt. Ich freue mich auf Wärme, Lächeln, Meer und Seafood. Und so viel mehr. Ich freue mich auf Thailand 2019!

Ich bin im Tunnel der letzten Stunden. Viel ist noch zu tun. Wie immer. Vorbereitungen für die Reise. Letzte Utensilien packen. Letzte europäische Alltagsarbeiten abschließen. Nichts Dringendes und Wichtiges darf unerledigt bleiben. Ich bin konzentriert – trotz, auch und gerade weil mich längst das Reisefieber in Beschlag genommen hat. Mitsamt der Vorfreude. Den Erwartungen. Dem ewig Ungewissen vor einem neuen Trip. Spannende Erwartung mischt sich mit angespanntem Tun und Vorfreude auf entspannende Wochen.

Mein Hotel in Bangkok erinnert mich per Mail daran, dass ich noch kein Frühstück gebucht habe, versichert mir jedoch nochmals, dass man sich „warmly“ auf mich freut. Die Airline verweist mich bei der Flugvorschau-Information mit dem „vegetarian Jain meal“ oder dem „lacto ovo meal“ auf mögliche Versorgungsalternativen während des Fluges. Es ist höchste Zeit, mich endlich zu entscheiden, welche Bücher ich aus dem „Unbedingt-Lesen-Stapel“ mitnehme. Und wo war nochmal diese eine spannende Zeitungsbeilage, der ich mich unterwegs widmen wollte? Und nicht vergessen: auf dem Weg zum Bahnhof noch zum Briefkasten wegen dieses einen Schreibens, das noch raus muss…

Ich halte einen Moment inne, um genau in dieser heißen Phase noch ein paar Blogzeilen – aus dem Bauch heraus – zu schreiben, bevor der Blog für etwa fünf Wochen schlummern wird, da ich in dieser Zeit neue Augenblicke im Landes des Lächelns sammeln werde, ohne dass ich im Blog während dieser Zeit im Facebook-Style Statusmeldungen meines neuerlichen Trips vermelde. Lieber nach der Rückkehr sortieren, reflektieren, auswählen, in Ruhe und mit Abstand schreiben und Fotos auswählen.

Nach knapp einem Jahr werde ich endlich wieder in Thailand sein. Nicht 68 Tage lang, wie beim letzten Mal. Leider nicht. Aber lange genug, um mich ein weiteres Mal auf das Land und seine Menschen einzulassen: auf das Thailand im Smog, in politischen Kapriolen, in wirtschaftlicher Ungewissheit und mit wunderlichem Verwaltungshandeln. Aus den Schlagzeilen, die uns in Europa erreichen und uns wichtig erscheinen, wird in den nächsten Wochen für mich Alltagserleben. Und so wie ich die Thais kennengelernt haben, werden sie – wie fast immer – mit ihrer eigenen Gelassenheit und ihrem fast schon sprichwörtlichen „Pragmatismus des Moments“ auf Dinge reagieren, die zwar ihr Leben beeinflussen, die sie selbst aber kaum beeinflussen können – jedenfalls nicht ohne eine große, eigene Anstrengung. Thailand wird auch während meines diesjährigen Aufenthaltes das Land auf der permanenten Suche nach sich selbst sein und passt insofern perfekt zu mir als ewig Suchendem nach Situationen, Erlebnissen, Perspektiven, Motiven vor Ort.

Aber meistens findet man nicht in Thailand, sondern wird gefunden. Was auch immer man sich vornimmt – so oft kommt es ganz anders und ist dadurch besonders spannend und nicht weniger schön. Im Gegenteil. Bei allem Erfahrungswissen ist Thailand und eine Reise dorthin nie voraussehbar, kalkulierbar, ins Detail planbar. Alles bleibt immer ganz anders in diesem Land. Wunderbar!